Newsletter von Joanna:

Thiago David – unser kleiner Engel

Unser kleiner Thiago David ist da und diese Freude und meine Erfahrungen will ich gerne mit euch teilen! So viele von unserer Fit 4 Life Community haben mir während der Schwangerschaft und besonders in den letzten “Warte-Wochen” geschrieben und mich ermutigt und gute Tipps gegeben. Dafür will ich mich nochmal herzlich bedanken. Übrigens diesen Newsletter habe ich in der ersten Woche angefangen zu schreiben und jetzt nach 3 Wochen zu Ende gebracht, deshalb ist’s auch etwas lang geworden! 😅 (Falls dich dieses Thema aber nicht interessiert, darfst du diese Email auch gerne ignorieren 😄)

Der Plan

Unser Plan war, mit Thiago eine natürliche Geburt zu haben. Ich hatte mit unserer ältesten Tochter eine natürliche Entbindung, die aber leider nicht so die beste Erfahrung war, aber Gott sei Dank war unser Baby ganz gesund, nur meine Erholung dauerte ziemlich lange. Bei unserer zweiten Tochter hatte ich dann einen Kaiserschnitt, wovon ich mich ganz schnell erholte und schon schnell wieder auf den Beinen (und im Gym) war.

Da jetzt aber schon mehr als 7 Jahre vergangen waren und ich mir gerne eine bessere, natürliche Geburtserfahrung wünschte und meine Gynäkologin mich auch dazu ermutigte, eine natürliche Entbindung trotz vorigem Kaiserschnitt zu probieren, entschlossen wir, es zu probieren.

Die letzten 2 Wochen

Also fing ich an, mich darauf vorzubereiten und zu warten. Es wurden 40 Wochen und nichts passierte, außer das ich immer wieder die sogenannten “Übungswehen” hatte. Also warteten wir weiter. Ich kontrollierte täglich Thiago’s Herztöne und machte meine Kontrollen bei meiner Ärztin, die mir versicherte, dass noch keine Eile wäre und wir ruhig noch eine Woche warten konnten. Die Woche war aber gar nicht so einfach. 😱 Für mich war es ein totales emotionelles auf und ab und meine Geduld wurde sehr auf die Probe gestellt. Ich machte alles Möglichste, von Treppen steigen zu gehen zu Himbeertee, scharfes Essen oder einfach ruhen, aber der Kleine lies sich seine Zeit. Der Plan war, die Entbindung hier bei uns in unserem kleinen Krankenhaus zu haben, aber weil er bis zur 41. Woche auch noch immer nicht kam, planten wir eine Geburtseinleitung mit Tropf, welche meine Ärztin mir aber empfohl, lieber in Asuncion in einem besser ausgestatteten Krankenhaus zu machen.

Plan vs Realität

Am Freitag (28.01) waren es volle 41 Wochen. Wir warteten noch bis Montag und als noch immer nichts passierte, flogen mein Mann und ich dann morgens nach Asuncion (eine 4 stündige Fahrt wollte ich mir schon nicht übernehmen in dem Zustand, könnte ja auf einmal schnell gehen 😅). Am Nachmittag stellten wurde mir im Krankenhaus der Oxytocin Tropf angestellt und mein Körper reagierte auch sehr gut darauf und ich war bis zum Gegenabend auf 4 cm gedehnt. Das Krankenhaus hatte aber die Regel, dass sie den Einleitungstropf zur Nacht abstellten, also schlief ich sogar gut und am nächsten Morgen gings weiter. Ich hatte den Tag über Wehen, nach dem Monitor den sie mir immer wieder anmachten, waren es auch ganz schön intensive Wehen, die mir aber interessanterweise nicht schmerzten. Ich ging sehr viel auf und ab im Zimmer, machte Kniebeuge, Übungen auf dem Ball, dann schlief ich inzwischen, aber sobald ich mich hinlegte, ließen die Wehen leider auch nach. So ging es dann weiter bis Abends und ich war in den über 24 Stunden komischerweise nur einen halben Zentimeter weiter gedehnt.

Also riet mein Arzt uns, Kaiserschnitt zu machen, da es schon ganz Zeit war, das Thiago geboren würde werden. Damit waren wir dann auch ganz mit einverstanden und um einer halben Stunde sollte es schon soweit sein.

Als wir dann alleine im Zimmer waren überkam mich irgendwie eine Angst und ich war sehr beunruhigt aber ich merkte, dass es gerade da auf meine Gedanken drauf an kommen würde. Ich hörte mir ermutigende Bibelverse an in einer ganz tollen App die ich auch während der Ss viel brauchte (Christian Hypnobirthing) und erinnerte mich an den Vers aus Jesaja 41,10: “Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich mache dich stark, ich helfe dir, mit meiner siegreichen Hand beschütze ich dich.” Dieses war unser Leitvers in der “Rise Up Frauenkonferenz” und diesen Vers hatte ich in den letzten Wochen (nicht) zufälligerweise von einer Kundin zugeschickt bekommen und in mehreren Andachten wiedergefunden. Diese Verse beruhigten mich und ich wusste, Gott würde mit uns sein.

Als ich dann vorgebeugt auf dem Tisch saß für die Betäubungsspritze im Rücken, sagte ich mir diese Verse ständig in Gedanken auf. Als der Arzt dann kam, seine Musik anmachte, mein Mann an meiner Seite stand, war die ganze Stimmung so schön und entspannt und es dauerte denk ich nicht 5 Minuten, dann hörte ich schon die schöne Stimme unseres kleinen Sohnes und der Kinderarzt legte ihn mir gleich auf die Brust und wir konnten eine ganze Weile einfach genießen und kuscheln. Mein Herz erfüllte sich so mit Freude und genau wie dann, so füllen sich auch jetzt wo ich dieses schreibe, meine Augen mit Tränen, es war einfach so ein spezieller Moment für uns, den ich nie vergessen werde. Ich kann sagen, auch wenn alles anders lief als anfangs geplant, war es doch bei Weitem meine beste Geburtserfahrung.

Meine Erholung

Die erste Woche war ehrlich gesagt schwer aber zugleich auch schön. Ich hatte ziemlich starke Schmerzen vom Kaiserschnitt, dazu eine interkostale Muskelverspannung und Kopfschmerzen von der Betäubung, aber Gott sei Dank hatte ich so viele gute Helfer im Haus und Thiago schlief sehr gut, so dass ich mich gut erholen konnte und nach 2 Wochen war ich schon wieder ganz auf den Beinen und konnte sogar anfangen kurze Strecken um’s Haus zu gehen.

Unsere Mädchen sind natürlich total verliebt in ihren kleinen Bruder und wollen ihn beide sehr gern halten, Windeln wechseln und Baden helfen.

Woche 3

In der letzten Woche war Thiago schon mehr wach, er reagiert schon immer mehr darauf wenn wir zu ihm sprechen und heute morgen kriegte ich schon ein schönes Lächeln zurück 😍 er hat aber auch in den letzten Tagen seine Lungen guut trainiert 🤭 und weint öfter am Vormittag, wenn er müde ist aber nicht einschlafen kann. Wir lernen uns immer besser kennen, was ihm gefällt und was nicht so und sind sehr froh das er Nachts so gut schläft! Meistens weckt er nur 2 mal zum trinken auf u schläft bald wieder weiter.

Rückbildung

Ich fühl mich sehr gut, probiere mich so gut wie möglich gesund zu ernähren (bin noch am ausfinden was funktioniert , nehm eine Reihe Vitamine ein (Femasvit Lactancia, Calcium, Vitamin C u D, Probiotika, Omega 3 von Leinsamen und Colágeno ein) und probiere ein paar mal pro Woche etwas zu gehen und Dehnübungen zu machen, was mir sehr gut tut.

Außerdem fing ich schon gleich in der ersten Woche mit der Kombinations – Atmung an, eine Atemübung die zur Wiederherstellung der Bauch- und Beckenbodenmuskulatur dient. Diese mache ich jeden Tag.

Ich kann nicht genug danken..

Auch wenn vieles anders lief als geplant, bin ich Gott von Herzen dankbar für den gesunden wunderschönen Jungen den er uns geschenkt hat und für meinen Mann und Familie für die tolle Unterstützung. Ich weiß, dass Gottes Plan immer der Beste ist, auch wenn man nicht immer alles versteht, aber im Nachhinein erkenne ich seine führende, liebevolle Hand.

Ich genieße diese Ruhe- und Erholungszeit noch voll und ganz, freu mich aber auch schon im Laufe des Jahres wieder zurück in die Arbeit vom Fit 4 Life einzusteigen, die ich zum Glück von zu Hause aus machen kann.

Das waren so die letzten 3 Wochen zusammengefasst, vielen Dank fürs Lesen und ich wünsche dir einen guten Rest der Woche!!

Liebe Grüße,

deine Joanna

Fitness & Ernährungscoach

Fit 4 Life by Joanna

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